Still am Ufer stehend

trinken meine Augen

die Weite des Sees,

das Blau des Himmels.

 

Plötzlicher Wind

kräuselt das Wasser,

beugt die Äste

des biegsamen Busches

bis zum Boden.

 

Zerzaust

mir die Haare,

durchdringt

meine Kleider,

bis auf die Haut.

 

 

Stürmisch,

mit kühler Frische

umbraust er mich!

Fegt alles weg,

was meine

Klarheit,

meine Reinheit

verdeckt!

 

Ja, komm

du wilder Windgott!

 

Umwehe mich,

umbrause mich,

Ich öffne meine Arme

und gebe mich

dir hin!

 

von Roswithas Ulbert